Das Holzwachs Tutorial

Holzwachs sind beliebt, um Hölzer mit einer ganz besonderen Optik zu versehen. Wir zeigen in diesem Blogbeitrag, wie man es richtig macht und geben Tipps für die Verarbeitung.

Was ist ein Holzwachs (W/L)?
Gute Holzwachse sind Öle, die mit einem besonderen Wachsanteil versehen werden. Im Wesentlichen werden Bienenwachs und Carnaubawachs (bzw. Zuckerrohrwachs) eingesetzt, um eine Wachsoptik mit hoher Beständigkeit zu erzielen. Man darf aber flüssige Holzwachse nicht mit Festwachsen (z.B. dem PNZ Möbelwachs) verwechseln. Festwachse erzeugen eine stärker glänzende Oberfläche, während Flüssigwachse eine moderate Wachsoptik erzeugen. Bei PNZ gibt es Holzwachs in den Varianten W (wässrig) und L (lösemittelhaltig), die sich in der Anwendung leicht unterscheiden.

Wässrig oder lösemittelhaltig?
Wässrige Holzwachse (PNZ Holzwachs W) sind insbesondere für den Innenbereich gedacht. Sie ergeben eine natürliche Optik und Haptik und werden insbesondere für Vertäfelungen, Möbel, Türen, Kork, Dielen, Leim- und Sperrholz und Profilbretter im Innenbereich (auch Feuchträume, wie Bäder, Sauna, Küche) eingesetzt. Sie bieten beständigen UV- und Oberflächenschutz (gegen Wasser, Getränke, diverse Haushaltschemikalien, u.a.).

Lösemittelhaltiges Holzwachs (PNZ Holzwachs L) sind für Innen und Außen geeignet, also für Fassadenverkleidungen, Fenster, Gartenhäuser, aber auch für Wand- und Deckenverkleidungen, Holzfußböden, Möbel, Kork, Spielgeräte usw. Holzwachs L ist ein unempfindlicher, offenporiger und dampfdurchlässiger Anstrich. Es schützt vor Vergrauung und Verschmutzung und dringt tief in das Holz ein. Quellen und Schwinden werden vermindert.

Aber jetzt zum Tutorial:

Was brauche ich?

  • Das Holzwachs W oder Holzwachs L
  • Pinsel
  • Fusselfreien Lappen

Wie bereite ich das Holz vor?

Das Holz muss trocken und sauber sein, damit ich keinen Schmutz anstreiche. Im Innenbereich empfiehlt es sich, das Holz anzuschleifen, z.B. mit einer 180er Körnung. Im Aussenbereich ist das nur notwendig, wenn man alte Beschichtungen entfernen muss, damit sich das Holzwachs gut mit der Oberfläche verbinden kann. Allgemein: Bitte unbedingt die Verarbeitungshinweise auf der Dose lesen und sich daran halten!

Der Anstrich

Die Dose am Besten mit einem Spatel oder einem sauberen Holzstab gut aufrühren. Das bedeutet: die ganze Flüssigkeit ist in Bewegung und ab und ich kratze mit dem Spatel auch gelegentlich am Bodenrand, um einen möglichen Bodensatz aufzurühren. Ein bis zwei Minuten aufrühren reichen, dann ist alles schön homogen und es kann losgehen.

Beim Holzwachsen gibt es einen wichtigen Tipp: Weniger ist mehr! Gerade wenn Du zum ersten Mal wachst und vorher nur lackiert hast: die Auftragsmenge eines Holzwachses ist um den Faktor 2-3 geringer.

Das Auftragen an sich ist ganz einfach:

  • dünn und gleichmäßig aufstreichen, dann
  • den Überschuss abnehmen (das bedeutet entweder mit einem Lappen abwischen oder mit dem Pinsel verstreichen, bis keine Laufnasen oder nasse Stellen mehr zu sehen sind)
  • an der Luft trocknen lassen wie im Datenblatt beschrieben (meist 8-12 Stunden oder über Nacht)
  • Dann eine 2. oder 3. Schicht auftragen, nach Bedarf
  • Wichtig: Polieren ist nicht erforderlich (Im Unterschied zu Festwachsen)!

Der Abschluss

Nach erfolgreichem Streichen unbedingt eine Flasche Bier oder ein geeignetes Kaltgetränk bereit halten und sich freuen, dass man dem wunderschönen Rohstoff Holz langlebigen Schutz, natürliche Pflege und eine wunderschöne Optik hat zukommen lassen.

Hier geht's zum Holzwachs W

Hier geht's zum Holzwachs L

Videos und weitere Tutorials findest Du auch auf timberlove.blog.

Und bitte immer die Gebrauchsanweisung auf dem Gebinde lesen. Für die sichere Verwendung von Holzpflegemitteln und den Umgang von Kindern haben wir hier alle wichtigen Hinweise zusammengefasst.

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Teak-Öl richtig anwenden



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